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Demudis
Ein Krimi aus dem Mittelalter
Köln 2005, Emons Verlag

Himmlische Visionen, irdische Leidenschaften und höllische Intrigen.

Ist der verehrte Meister Eckhart, ein weiser Dominikanermönch, in Wahrheit ein Lüstling, der sogar vor Mord nicht zurückschreckt? Schwester Demudis aus dem Beginenkonvent Bela Crieg in Köln steht im bitterkalten Jahresanfang 1327 vor einer ebenso unangenehmen wie schier unlösbaren Aufgabe, die ihr von ihrer Magistra übertragen wurde. Was hatte die Ermordete auf dem Weg nach Riehl zu suchen, wo sie ihr Schicksal ereilte?

Die Ermittlungen von Schwester Demudis führen sie durch Tiefen und Höhen des Lebens und des Glaubens im beginnenden 14. Jahrhundert. Die Beginen sind eine starke religiöse Laienbewegung, in der sich Frauen mit ganz unterschiedlichen Motiven zusammenfinden: Gläubige suchen nach der tiefen mystischen Verbindung mit ihrem himmlischen Bräutigam, misshandelte Frauen suchen Schutz, Witwen suchen Versorgung und Gemeinschaft.

Sie alle stehen unter dem Eindruck des wortgewaltigen und geheimnisvollen Meisters, den sie „Hechard“ nennen. Jeder Menschenseele begegnet er mit christlichem Verständnis und grenzenlosem Gottvertrauen, bis Neider ihn vor den Richter zerren und zu vernichten trachten mit einer Anklage, die ihn und „seine“ Beginen ins Herz treffen: Man bezweifelt seine Rechtschaffenheit. Können die Ermittlungen von Schwerster Demudis ihm helfen?

Im Zentrum des Krimis stehen die Beginen sowie einer ihrer wichtigsten Schirmherren, der Mystiker Meister Eckhart, dessen Gedanken auch heute noch eine große Wirkung entfalten.

Hinweis: In „Demudis“ findet sich der Abschluss des in „Credo“ offenen Endes.

Michael Kastner (www.buchausgabe.de) über dieses Buch:
„Stefan Blankertz liefert wieder Spannung pur. Mit Hintersinn und viel Detailwissen schafft er es in seinem mittlerweile vierten Mittelalterroman wieder einmal, uns das Bild einer Zeit zu malen, die meist mit dem Attribut ,dunkel‘ verbunden wird.

Stefan Blankertz ist ein wahrer intellektueller Tausendsassa: Immer wenn man glaubt, er hätte sein gesamtes Wissen und seine Kreativität in ein neues Buch gesteckt, legt er - mit Leichtigkeit - noch einen nach.

Der beste Beleg dafür ist sein neuer Roman ,Demudis‘. Die Hauptakteurin des Buches, nach der der Roman benannt ist, begibt sich auf die Suche nach den Spuren eines Mordes, der sich im Beginen-Konvent zugetragen hat.

Wieder einmal lernt der Leser ganz unaufdringlich und beinahe beiläufig eine Facette des Mittelalters kennen, die so gar nicht in das Bild des Mittelalters passt: den freiwilligen Zusammenschluss von Frauen zum Beginen-Konvent.

Hier gab es kein lebenslanges, sondern ein jährlich ablegbares Gelübde. Die Beginen mussten nicht, im Gegensatz zu anderen Orden, ihren Besitz abgeben. Und sie konnten wieder aus der Gemeinschaft austreten, wenn sie wieder ein ,weltliches‘ Leben führen wollten.

Klingt überraschend? Die Geschichte vor dem Hintergrund dieser längst vergangenen Zeit ist es noch viel mehr.
Stefan Blankertz' Krimis machen schlau.“