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2068
Köln Krimi
Köln 2007, Emons Verlag

In der besten Orwell-Tradition: Ein Zukunfts-Roman zwischen Gesundheitsterror und Altendemos
Mai 1968. Paris. Aufstand der Jugend.
Mai 2068. Köln. Aufstand der Alten.

Verbissen wehren sich die Alten gegen Überwachung und Ausgrenzung sowie gegen Steuerung der Gefühle durch Medikamente. Gegen ein sinnentleertes Leben, dessen einziger Zweck das Weiterleben ist. Dann stirbt der „graue Edgar“, Frontmann einer Alten-Rockband und die Ikone des Widerstands, bei einer Routineoperation. Seine Leiche soll wie vorgeschrieben als „Sondermüll“ entsorgt werden. Doch Penelope, seine junge Freundin, will ihm den letzten Wunsch erfüllen und ihn illegal auf traditionelle Weise begraben. Dazu entwendet sie mit Freunden seine Leiche aus der „Entsorgungsstation“ der Uni-Klinik. Doch schon bald stellt sich heraus, dass es bei Edgars Tod nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Penelope ermittelt und gerät zwischen die Fronten von herrschender Gesundheitspolitik und Widerstand leistenden Alten. Ein heißer Mai im Jahre 2068 beginnt. Dabei tut sich für Penelope ein Abgrund auf, der sie – ungewollt – zur Leitfigur der Protestbewegung werden lässt.

Leben Sie gesund? Tun Sie es besser, sonst droht Entmündigung!
Wann übernimmt das Gesundheitsministerium die Macht und baut eine totalitäre Kontrolle auf? Stellen Sie sich vor: Sie kommen in einen Supermarkt, um Butter zu kaufen. An der Kasse wollen Sie mit Ihrer Karte bezahlen, aber es wird festgestellt, dass die Zahlungsfunktion gesperrt ist, weil Ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist. Bargeld gibt es nicht mehr. Entwürdigend, nicht wahr? Im Jahre 2068 eine alltägliche Erfahrung der Alten.

Sprechen Sie „Chineutsch“? Schrillt auch an Ihrem Handgelenk bald ein Zwanjang*?
Nein? Dann wird es höchste Zeit, dass Sie es lernen. Denn 2068 hat sich Europa mit China verbündet und mit Englisch kommt man nicht mehr weit. Stattdessen wird ein Kauderwelsch aus Chinesisch und Deutsch – „Chineutsch“ genannt – gesprochen.
Die rote Fahne weht über Köln, der Hauptstadt der „deutschen Region“. Die Straßen veröden. Überalterung, allgegenwärtige Kontrolle und eine spießige Politik bestimmen das Leben, das zu einer Wüste aus „gesundheitspolitisch korrektem Verhalten“ wird.

2068 – Ein total andingiger* Krimi!

(*Sie wissen nicht, was ein „Zwanjang“ ist und was „andingig“ heißt? Kein Problem, hier finden Sie ein Chineutsch-Lexikon zum Üben.)

Und was tragen andingige Juschangsen 2068? Natürlich ein Ronald-Reagan-Kwanta!